Die Finanzwelt ist ein von Zahlen dominiertes Universum: Preise, Spreads, Bilanzen, Bruttoinlandsprodukt, Inflation. Sich in dieser Vielzahl von Zahlen und makroökonomischen Variablen zurechtzufinden, ist manchmal nicht einfach, aber genau anhand dieser Zahlen versuchen Betreiber und Marktanalysten zu verstehen, wie sich eine Aktie, ein Sektor oder die Wirtschaft eines ganzen Landes entwickeln wird. Zu den Daten, auf die Branchenkenner stets warten, gehört der PMI (Einkaufsmanagerindex). Nach der Veröffentlichung der vorläufigen Daten für April und einer notwendigen technischen Einführung in den Indikator wollen wir nun sehen, wie es auf beiden Seiten des Atlantiks aussieht.
Die Rolle und Bedeutung von Einkaufsmanagern
Il Einkaufsmanagerindex Es handelt sich um einen Indikator, der jeden Monat auf Grundlage einer Umfrage ermittelt wird, die bei verschiedenen Unternehmen zu unterschiedlichen und wichtigen Wirtschaftsvariablen wie Auftragseingängen sowie Beschäftigungs- und Produktionsniveau durchgeführt wird. Warum Einkaufsmanager? Es ist ganz einfach: Aufgrund ihrer Rolle im Auftragsmanagement haben diese Führungskräfte einen 360-Grad-Überblick über die Entwicklung des Unternehmens und wissen, was kurzfristig berechtigterweise zu erwarten ist. Aufgrund der besonders großen Stichprobe können derartige Umfragen Aufschluss über die Gesundheit der Volkswirtschaft eines Landes geben.
Die PMI-Daten, die aus den meisten Teilen der Welt bereits im Januar eintrafen, zeichnen ein Bild des Wirtschaftswachstums. Der Einkaufsleiter ist eine Schlüsselfigur im Unternehmen: Da er die Beschaffung von Ressourcen auf der Grundlage der Platzierung des Endprodukts planen muss, gilt er als gültiger Lackmustest für den „Gesundheitszustand“ der betreffenden Wirtschaft.
Der PMI ist ein Index, der monatlich aktualisiert wird und als eine Art „Thermometer“ der Wirtschaft gilt: Die „Temperatur“ reicht von 0 bis 100 Punkten und ein Wert über 50 zeigt eine Expansion an, während ein niedrigerer Wert ein Zeichen für eine Konjunkturkontraktion ist. Obwohl er weniger Beachtung findet als andere Indikatoren, wie etwa das Bruttoinlandsprodukt, wird er von Analysten und Ökonomen auf allen Ebenen aufmerksam verfolgt: Man denke nur daran, dass viele ihre Schätzungen zur Schwankung des BIP revidieren, nachdem sie die neuesten Aktualisierungen des PMI geprüft haben. Der Index ist auch für Unternehmensleiter nützlich, die auf Grundlage der Wertentwicklung von Monat zu Monat über die weitere Vorgehensweise entscheiden.
Der PMI-Index wird daher auf der Grundlage einer Umfrage erstellt, der die Unternehmen hinsichtlich Auftragseingängen, Lagerbeständen, Produktion und Beschäftigung unterzogen werden. Die Befragung erfolgt länderweise und bezogen auf unterschiedliche Kategorien. Die drei bekanntesten sind die Herstellungsmethode (PMI-Produktion), die der Dienstleistungen (PMI-Dienste) und die „komponierte“ (Zusammengesetzter PMI). Letzterer fasst die Ergebnisse der Umfrage im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor zusammen. Nachdem wir die Prämisse formuliert haben, versuchen wir nun, die im April aus der EU und den USA erhaltenen Daten zu analysieren.
In Europa wächst der tertiäre Sektor, die Industrie hingegen verlangsamt sich
Gute Nachrichten von der europäischen Front. Die Konjunkturdynamik im Euroraum blieb im April nach einer Abschwächung Anfang 2018 stabil. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) blieb unverändert bei 55,2 und lag damit volle 5,2 Punkte über der Grenze zwischen einer expandierenden und einer schrumpfenden Wirtschaft. Zudem lag er über den Erwartungen der Analysten von rund 54,8 Punkten. Doch während die Dienstleistungsaktivität auf ein Zweimonatshoch anstieg, fiel die Produktionsaktivität auf ein 14-Monatstief.
Chris Williamson, Chefvolkswirt bei Markit, dem Unternehmen, das die Daten katalogisiert, verfolgt und veröffentlicht, bezeichnete die Verlangsamung als „weder überraschend noch alarmierend“ und fügte hinzu, die Daten vom April zeigten, dass die Wirtschaft im Vergleich zum Vorquartal um 0,6 Prozent gewachsen sei. „Ein starkes Wachstum wie zu Jahresbeginn hält selten lange an, nicht zuletzt, weil das Angebot nicht mit der Nachfrage Schritt halten kann“, so Williamson weiter.
Produktion in den USA wächst weiter
Sogar auf der anderen Seite des Atlantiks boomt die Wirtschaft und die Tendenz der Federal Reserve, die Zinssätze zu normalisieren, ist sicherlich ein Signal, das mit der Gesamtsituation in Amerika im Einklang steht. Der vorläufige Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg von 56,5 im Vormonat auf 55,6 und übertraf damit die Markterwartungen von 55 deutlich. Der Wert signalisierte die schnellste Expansion im verarbeitenden Gewerbe seit September 2014, wobei die Produktion stark und deutlich zunahm und die Auftragseingänge so schnell wie seit fast dreieinhalb Jahren nicht mehr anstiegen.
Allerdings führte der Anstieg der Aufträge nicht zu einem Beschäftigungswachstum: Die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze erreichte sogar einen Achtmonatstiefststand, da die Unternehmen lieber auf Effizienzsteigerung setzten. Gute Nachrichten gibt es hingegen aus dem tertiären Sektor: Der PMI-Index liegt bei 54,4 Punkten und übertrifft damit nicht nur den vorherigen Märzwert (54), sondern auch den Konsens, also die Erwartungen der Analysten, der bei 54,3 Punkten lag.
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